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Zusammen mit dem erprobten Drehteam unter dem Regisseur Walter
Salles («Central Station») wurde aber daraus aber ein
durchaus sehenswerter Film gemacht. In wundervollen Bildern wird
die Geschichte einer endlosen Fehde zwischen zwei Familien erzählt,
die nach dem Prinzip funktioniert, dass jeweils der Tod am Mörder
eines Mitgliedes der anderen Familie gerächt wird
worauf das Oberhaupt der Familie des Getöteten einem seiner
Söhne die Ermordung des Mörders befiehlt (ist ja auch
klar, oder?). Dieser Teufelskreis geht weiter und weiter, bis
die Reihe an Tonho (Rodrigo Santoro) ist hier nun setzt
die Erzählung des Films ein. Das Blut des in der Sonne aufgehängten
Hemdes des zuletzt ermordeten hat sich vergilbt, was als Zeichen
für die Fortsetzung der Blutsrache gewertet wird Tonho
soll nun die Fehde weiterziehen. Die Ehre der Familie hat Vorrang
vor aller Vernunft, und sowird auch Tonho zum Mörder und
damit zum nächsten Todeskandidaten. Zu diesem Zeitpunkt kommen
zwei Zirkusleute in die Stadt und Tonho lernt die Liebe
kennen. Für Tonho stellt sich nun die Frage, soll er sich
seinem Schicksal stellen, oder soll er weglaufen? Allein wegen
dieser Geschichte wäre der Film noch nicht sehenswert, doch
wiegt dies die gelungene Inszenierung der Geschichte auf
die Bilder aus dem ärmlichen Brasilien von 1910 sind farbenprächtig
und eindrucksvoll. Auch fliesst ein Schuss des für lateinamerikanische
Filme typischen Surrealismus mit ein, auch wenn dieser nur spärlich
eingesetzt wird und erst ganz am Schluss voll zum Tragen kommt.
Alles in allem ist «Behind the Sun» ein durchaus interessantes
Werk, das einen Kinobesuch Wert ist.
Brasilien/Schweiz/Frankreich 2001 Regie
Walter Salles Besetzung
Rodrigo Santoro, Ravi Ramos Lacerda, Flavia Marco Antonio, José
Dumont u.a. ca.
105 Min.
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