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NOKIA LUMIA 930:
Ein edles Stück Technik

Das Lumia 930 von Microsoft ist nicht das aktuellste Spitzenmodell, das es auf dem Markt gibt. Im Vergleich zur Konkurrenz schlägt sich das Lumia 930 jedoch ausgesprochen gut: Flüssige Bedienung sowie beeindruckende Leistung – und das in einem handlichen Format trotz grossem Display, sowie einer sehr ansprechenden Fertigungsqualität.

Eine Ewigkeit scheint es her zu sein, als das damalige Nokia mit dem Lumia 800 sein erstes Windows Phone-Spitzenmodell vorgestellt hat. Seitdem ist vieles geschehen: Windows Phone 8 ist erschienen, das überaus solide Einsteigermodell Lumia 520 entwickelte sich zum erfolgreichsten Windows Phone-Gerät, und mit dem Lumia 1020 wurde in Sachen Smartphone-Kameratechnik eine neue Dimension erreicht. Schliesslich ist die Mobilgeräte-Sparte von Nokia durch Microsoft übernommen worden. Man durfte gespannt sein, wie Microsoft das Smartphone-Portfolio möglichst sinnvoll erweitert.

Ein Modell der Spitzenklasse
Microsoft versucht dies mit dem Lumia 930 – und es ist ein Spitzenmodell, ohne Zweifel: Vom ersten Augenblick an, wenn man es in die Hand nimmt, spürt man die Wertigkeit des Geräts. Das aus Aluminium gefertigte Gehäuse liegt gut in der Hand und fühlt sich genauso teuer an, wie diese Preisklasse tatsächlich ist. Auch das Design ist sehr gelungen: schlicht, aber nicht ohne Charakter. Besonders dann nicht, wenn man sich für die fast neon-farbene grüne oder orange Variante entscheidet (die es neben der schwarzen und der weissen Version gibt). Diese sehr speziellen Farbtöne verleihen dem Gerät einen auf geradezu magische Weise anziehenden Wiedererkennungswert.
Die technischen Spezifikationen entsprechen im Mindesten dem State-of-the-Art der Highend-Modelle. Einzig mit der Verwendung des Snapdragon 800-Chipsets überlässt Microsoft die Spitzenpositionen der Konkurrenz, die zumeist auf den besseren Snapdragon 801 oder 810 setzt. Das 5-Zoll-Display löst mit FullHD-Auflösung auf und übertrifft in Sachen Schärfe mit 441ppi gegenüber 326ppi das Retina-Display des iPhones 6 resp. 401ppi sogar das Display des iPhone 6 Plus. Wie bei allen Konkurrenz-Spitzenmodellen kann das Lumia 930 Daten mit dem schnellen LTE übertragen, und für die satellitengestützte Positionsbestimmung kann neben GPS auch das russische GLONASS-System verwendet werden. Die 2 GByte Arbeitsspeicher dürften für praktisch alle Anwendungen genügen, der interne Speicher ist mit 32 GByte ebenfalls genug gross (wenn auch leider nicht mittels SD-Karte erweiterbar).

Die Kamera
Doch mit was setzt sich das Lumia 930 von seiner Konkurrenz ab? Eines der wichtigsten Merkmale eines Smartphones – neben dem Kommunizieren – ist die Kamera. Und hier hat das Lumia 930 sehr gute Karten in der Hand: Nicht nur bietet es dank der PureView-Technologie und der Carl Zeiss-Optik eine ausgesprochen gute Bildqualität. Mit ganzen 20 Megapixeln sorgt auch der Zoom für ausserordentliche Möglichkeiten beim Fotografieren – sowohl was Bildausschnitte betrifft als auch bei Makroaufnahmen. Profifotografen werden die umfangreichen Einstellmöglichkeiten schätzen: Werte wie ISO, die Verschlussdauer oder die Helligkeitswerte öffnen so einige Spielräume. Die Möglichkeit, die Bilder im RAW-Format abzuspeichern, kommt der professionellen Bildbearbeitung ebenfalls entgegen. Aber auch der normale Nutzer wird mit dem Lumia 930 hervorragende Fotos schiessen können: Die Automatik-Einstellungen liefern praktisch durchwegs ausgesprochen gute Bilder, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen.
Was Videoaufnahmen betrifft, besitzt das Lumia 930 im Gegensatz zum Xperia Z3 und dem iPhone 6 zwar keine Slowmotion-Funktion. Aber dank der mittlerweile per Software-Update nachgereichten Möglichkeit von Aufnahmen mit der zukunftsweisenden 4k-Videoauflösung übertrumpft es das iPhone 6 deutlich und schliesst zum Xperia Z3 und zum Galaxy S6 auf: Die Qualität der Aufnahmen ist hervorragend, einzig der Autofokus tendiert dazu, häufiger als nötig neu zu fokussieren. Was Tonaufnahmen angeht, wird mit einem ausserordentlich guten Umfang geworben: Dank vier hochwertigen Mikrofonen können sowohl leises Flüstern als auch laute Klänge eines Rockkonzerts in herausstechender Qualität aufgenommen werden.

Weitere Features
Im Weiteren bietet das Lumia 930 die gewohnten, aber nicht minder wichtigen Features wie die Bedienbarkeit des Touchscreens auch mit Handschuhen, das kabellose Aufladen des Geräts sowie auf Softwareseite das Mitliefern des kostenlosen Nokia-Navigationspakets HERE.
Nicht zuletzt ist das Lumia 930 das erste Smartphone, das mit Windows Phone 8.1 ausgeliefert wird (siehe Kasten). Somit ist das Lumia 930 von Werk aus mit einem auch softwareseitig sich neuwertig anfühlenden Touch-and-Feel ausgestattet.

Fazit
Alles in allem ist das Lumia 930 für alle Windows Phone-Benutzer eine lohnenswerte Investition. Zweifellos ist das Lumia 930 auf Augenhöhe mit der Konkurrenz aus dem Android- und iOS-Lager. Und: Schon beim ersten Hands-on konnte sich von den anwesenden Journalisten kaum jemand eines spontanen Must-Have-Gefühls verwehren. Doch diese Prise Emotionalität sollte man sich einem solchen Gerät gegenüber gönnen dürfen.

Windows Phone 8.1: Evolution mit einer kleinen Revolution

Nachdem es für Windows 8.1 bereits das erste grössere Update gibt, zieht Microsoft mit der Vorstellung von Windows Phone 8.1 auch auf dem Mobilsektor nach: Bessere Bedienbarkeit, schöne Effekte und unter der Oberfläche deutlich mehr Möglichkeiten sind die Stichworte.

Wer mit Windows Phone 8.1 herumspielt, dürfte zunächst einmal Freude an den neuen Möglichkeiten haben, mit denen der Start-Screen aufgepeppt werden kann. Statt der einfarbigen Kacheln kann nun ein beliebiges Bild als Hintergrund gewählt werden, welches durch die dann transparenten Kacheln zu sehen ist. Neben solchen Spielereien gibt es aber auch handfeste Gründe für das Update. Wichtigste Neuerung dürfte das sogenannte Action Center sein, welches der von Android und iOS bekannten Notification Bar entspricht: Mittels einer Wischgeste von oben nach unten erscheint diese neue Auswahlfläche, wo Informationen eingeblendet sind und beispielsweise WiFi oder Bluetooth ein- und ausgeschaltet werden kann.
Äusserst praktisch ist auch die neue Word Flow-Tastatur, auf welcher die Wörter durch kontinuierliches Streichen zwischen den Buchstaben (ohne zu tippen) eingegeben werden – Android-Nutzer kennen dies schon länger von den Apps Swype oder SwiftKey. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schreibt es sich auf der Tastatur sehr flüssig und vor allem schnell. Beeindruckend ist auch die Treffsicherheit der Worterkennung: Solange der Begriff im Wörterbuch vorhanden ist, wird er auch dann erkannt, wenn man bei der Streichbewegung so manchen Fehler gemacht hat. Mit dem neuen Sprachassistenten namens Cortana, benannt nach einem weiblichen Charakter aus dem Computerspiel Halo, schliesst Windows Phone auch auf iOS weiter auf: Damit kann nun auch über Sprachkommandos mit dem Smartphone kommuniziert werden.
Für den Normalnutzer vorderhand nicht ersichtlich, aber von grosser praktischer Bedeutung sind die Erweiterungen unterhalb der Oberfläche: So können Programmierer nun tiefer in das System eindringen und beispielsweise einen eigenen Entsperrschirm kreieren. Damit dürften alternative Entsperr-Möglichkeiten aufkommen, wie die Entsperrung mittels Mustern, oder Anzeigen von zusätzlichen Infos und weiteren Shortcuts auf dem Entsperrschirm.

Als kleine Revolution darf auch die Möglichkeit bezeichnet werden, auf einfache Art und Weise universelle Apps zu kreieren, die ohne Änderungen sowohl auf der Desktop-Version von Windows als auch auf den Windows Phone-Systemen lauffähig gemacht werden können. Damit dürfte Windows einen seiner grössten Vorteile in Zukunft besser ausspielen können: Ein einheitliches Look-and-Feel für alle Geräteklassen anzubieten, sei es auf einem Smartphone oder einem All-in-One-PC. Und das nicht nur, was das Betriebssystem angeht, sondern vermehrt auch auf der Ebene der Apps selbst.

Und als besonders erfreuliche Nachricht: Das Update auf 8.1 ist für sämtliche Lumia-Geräte erhältlich, die mit Windows Phone 8 laufen – also selbst für die Einsteigermodelle.

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